MICHAEL KULLICK



Der gebürtige Hannoveraner verdient das Prädikat „besonders wertvoll“, geht es um die Beurteilung seines Schlagzeugspiels.
Nur wenige Drummer beherrschen ihr Instrument in der Art, wie es Michael Kullick demonstriert. Trommeln ist für ihn mehr als „nur“ den Takt zu halten. Er nutzt perkussive Instrumente, um Melodien zu spielen, Stimmungen zu erzeugen, Geschichten zu erzählen, die Zuh.rer mit auf Reisen in unbekannte musikalische Welten zu nehmen.
Michael Kullicks Entwicklung zum international anerkannten Jazz-Schlagzeuger führt auf drei Säulen. Da ist anfangs der strenge, klassische Klavierunterricht, den er als Kind von einer polnischen Lehrerin bekommt. Als Jugendlicher sitzt Michael Kullick erstmals hinter einem Schlagzeug, wird in den ersten
Jahren seiner Karriere geprägt vom bluesgetränkten Spiel auf Rockebene.
Dritter Fixpunkt in seiner musikalischen Entwicklung ist die Begegnung mit dem Jazz, zunächst bei entsprechenden TV-Sendungen (Miles Davis, Elvin Jones u.v.a.). Die persönliche Begegnung mit Schlagzeug-Legende Jack DeJohnette ist für Michael Kullick schließlich ein Schlüsselerlebnis, das ihn ganz für den Jazz einnimmt.
Michael Kullick hat 1970 die Musikschule Hannover besucht, studierte 1973 an der Musikhochschule Hannover bei Joe Viera, Ed Kr.ger, Siggi Busch, Heinrich Hock sowie Harald Weiss (Theaterbühnen). Von 1985 bis 1987 unternahm er Studienreisen nach Afrika, Südostasien, in den vorderen Orient
und auf die Philippinen, um die Rhythmen verschiedener Kulturen zu lernen. Besonders ein Aufenthalt in Kenia wird für Michael Kullick zum prägenden Erlebnis. Das Eintauchen in die polyrhythmische Musik des schwarzen Kontinents und das Verstehen dieser vielschichtigen Tonkunst hat nachhaltigen Einfluss auf sein Schlagzeugspiel.
Michael Kullick war u.a. in den Jazzrock-Formationen Cyklus I und Cyklus II aktiv, gründete das New Jazz-Trio Maloo, das Quintett Michael Kullick.s Jazzmaschine und bekam für sein Solo- bzw. Trio-Projekten Michael Kullick.s Drum Explosion und The Natural Transformation viel Anerkennung.
Zu den vielen Musikern, mit denen Michael Kullick zusammen spielte, zählen Stanley Clarke, Herb Geller, Tomasz Stanko, Bill Ramsey, Gottfried Böttger, Ginger Baker, Leszek Zaldo, Bireli Lagrene,
Jügen Attig und Tinkori Chakraborty.
Mit "The International Three K" setzte Michael Kullick und zwei polnische Musiker seine außergewöhnliche Trio-Arbeit fort, die mit den Formationen Maloo und insbesondere Drum Explosion und The Natural Transformation ihren Anfang nahm. Zur Zeit steht eine neue sehr interessante Zusammenarbeit mit dem griechischen Komponisten Konstantinou Stefanou an. Beide arbeiten mit dem NDR für das Chopin Jahr 2010 an dem Thema CHOPIN GOES JAZZ, was im April/Mai produziert werden soll.